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Samstag, 15. Dezember 2018

Stone. S.N. - Menschenseelen


Menschenseelen - S. N. Stone

 Klappentext
 Jenna Drescher fährt versehentlich einen Mann an. Er ist viel schwerer verletzt, als es diese kleine Kollision hätte verursachen können und der Verdacht liegt nahe, dass er gefoltert wurde. Leider kann sich der Mann an nichts erinnern, nur an seinen Namen, Danjal. Jenna fühlt sich für ihn verantwortlich und irgendwie zu ihm hingezogen und so nimmt sie ihn mit zu sich nach Hause. Wen sie sich da ins Haus geholt hat, ahnt sie nicht. Plötzlich sterben Menschen in ihrem Umfeld und Freunde begehen Selbstmord. Alles nur Zufälle? Die "Bruderschaft der Arsaten" weiß, dass dies nicht so ist, und schickt Elias, einen Jäger, der noch eine Rechnung mit IHM offen hat. Das Spiel beginnt und geschichtliche Ereignisse die Tragödien nach sich gezogen haben, erscheinen in einem ganz anderen Licht.


Das Cover mit dem betenden  steineren Engel  ist schlicht, hat dennoch eine starke Aussagekraft. Den Titel dazu finde ich sehr passend gewählt, er ergänzt sich sehr gut mit dem Cover.

Der Klappentext macht neugierig, verschafft dem Leser einen kleinen Einblick auf den Inhalt ohne allerding zu viel zu verraten.

Story-Einstieg:
Jenna Drescher ist nach ihrer 36-Stunden Schicht völlig übermudet, möchte nur noch nach Hause. In Gedanken fährt sie los ums sofort wieder abzubremsen. Im Scheinwerferlicht steht ein Mann in blutverschmiertem Shirt. Sie und ihre Freunde bringen ihn in die Notaufnahme, allen ist klar dass die schweren Verletzungen nicht von dem Unfall stammen können. Wer ist der Fremde und wer hat ihn so zugerichet?

Ich hatte keinerlei Probleme mit die einzelnen Charaktere bildlich vorzustellen. Die Autorin beschreibt sie äußert liebevoll und detailreich, dadurch baut sich schnell eine Beziehung zu den einzelnen Protagonisten auf.
Jenna Drescher ist eigentlich eine Frau die genau weiss was sie will. Durch ihre Hilfsbereitschaft und ihrem schlechten Gewissen aufgrund des  Autounfalls schlittert sie in eine Geschichte hinein, die ihr einiges abverlangen wird. Ihre Schwester Laura und ihre Freunde werden unweigerlich mit hineingezogen. Laura als misstrauische Schwester die zwischen den Fronten sitzt, hat mir gut gefallen, ebenso Elias, der mit den Dämonen der Vergangenheit und der Gegenwart zu kämpfen hat. Verzweifelt versucht er sich dennoch nicht unter kriegen zu lassen. Danjal ist mit Abstand die interessanteste Figur in dieser Geschichte, geheimnisvoll, unnahbar, verletzlich. Seine Verzweiflung und Zerrissenheit haben mich sehr berührt.

 Durch die Erzählperspektive aus Sicht der einzelnen Protagonisten und die jeweiligen Empfindungen bekommt man verschiedene Einblicke in die Vorgänge. Teilweise hat der Leser dadurch einen Wissensvorsprung gegenüber den einzelnen Charakteren,  dies tut der Spannung aber keinen Abbruch. Durch die immer wieder eingeflochtenen Gedanken der Protagonisten kommen deren Gefühle erst richtig zur Geltung. Die Autorin schreibt bildhaft, man kann sich dadurch ohne Probleme in die Geschichte fallen lassen. Die Handlungsweisen der Protagonisten sind nachvollziehbar, sie wirken, soweit man das in einem Mystery-Thriller sagen kann, durchaus authentisch.  Den Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit finde ich sehr gelungen, dass auch noch wahre geschichtliche Ereignisse mit eingebunden wurden, gefällt mir sehr gut.

Ich habe bei diesem Buch seit langen wieder richtig mitgefühlt und mit gefiebert, sogar gehofft und mich mit einzelnen Charakteren verbunden gefühlt.  Von der erste Minute an war  ich im Buch versunken, ich konnte es kaum aus der Hand legen und muss nun unbedingt die weiteren Teile dieser Reihe lesen. 



  • 260 Seiten
  • Verlag: epubli GmbH; Auflage: 5 (20. März 2016)
  • ISBN-10: 3737596077
  • ISBN-13: 978-3737596077


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